Wann eine Beweissicherung sinnvoll ist
- Die Schuldfrage ist strittig, und es zeichnet sich ab, dass am Ende ein Anwalt oder ein Gericht entscheidet
- Fahrerflucht: Der Verursacher ist unbekannt, und Ihre Versicherung braucht einen Nachweis über Art und Hergang des Schadens
- Mangelhafte Reparatur: Die Werkstatt hat nicht fachgerecht gearbeitet, und Sie wollen Nachbesserung oder Geld zurück
- Verschwiegene Vorschäden: Beim gekauften Gebrauchtwagen tauchen Spuren eines Unfalls auf, von dem nie die Rede war
In allen Fällen gilt dasselbe: Was repariert ist, kann niemand mehr nachmessen.
Was ich festhalte
Ich dokumentiere den Zustand des Fahrzeugs so, dass ihn jemand nachvollziehen kann, der das Auto nie gesehen hat.
- Fotos von allen Seiten und von jeder Spur, mit Maßstab
- Lage und Höhe der Schäden über dem Boden
- Lackschichtdicken, die auf frühere Reparaturen oder Spachtel hinweisen
- Spaltmaße an Türen, Hauben und Klappen
- Fremdlack, Abrieb und Kontaktspuren
- eine sachliche Beschreibung ohne Wertung, wer Schuld hat
Was eine Beweissicherung nicht ist
Eine Unfallrekonstruktion beantwortet Fragen wie: Wer fuhr wie schnell, wer hatte Vorfahrt, wie lief der Zusammenstoß ab? Das ist ein eigenes Fachgebiet mit eigenen Methoden. Wenn Sie eine solche Analyse brauchen, sage ich Ihnen das und nenne Ihnen, wo Sie dafür hinkönnen. Meine Dokumentation ist dann oft eine Grundlage für den Unfallanalytiker.
Privat oder über das Gericht?
Es gibt auch ein gerichtliches Beweisverfahren. Dabei bestellt das Gericht einen Sachverständigen. Das dauert, und bis dahin steht das Auto. Eine private Beweissicherung geht schneller und ist häufig der erste Schritt. Kommt es später zum Prozess, liegt die Dokumentation aus der Zeit vor der Reparatur bereits vor.




