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Gutachten vor der Leasingrückgabe

Bei der Rückgabe eines Leasingautos wird jeder Kratzer gezählt, und was über die normale Abnutzung hinausgeht, kommt auf die Rechnung. Wer ein bis zwei Wochen vorher weiß, was dabei herauskommt, kann kleine Dinge günstig beheben lassen und hat bei Streit eine eigene Grundlage.

Prüfprotokoll auf einem Klemmbrett, abgelegt auf einer Motorhaube

Warum vorher prüfen?

Bei der Rückgabe begutachtet in der Regel ein Prüfer im Auftrag des Leasinggebers das Fahrzeug. Was er als Schaden einstuft, wird Ihnen in Rechnung gestellt, und zwar zu den Kosten einer Werkstattreparatur. Viele Kleinigkeiten sind vorher deutlich günstiger zu beheben, etwa mit Smart Repair für kleine Dellen und Kratzer oder einem Felgenaufbereiter.

Wer den Zustand vorher kennt, kann entscheiden: reparieren lassen, so zurückgeben oder bei der Rückgabe gezielt nachfragen.

Was im Zustandsbericht steht

  • Rundum-Fotos und Detailfotos jeder auffälligen Stelle
  • Für jede Stelle die Einordnung: normale Abnutzung oder Schaden
  • Bei Schäden eine Einschätzung, was eine Reparatur ungefähr kostet
  • Reifen, Felgen, Scheiben, Innenraum und Sitze
  • Kilometerstand und Datum

Normale Abnutzung oder Schaden?

Ein Auto, das drei Jahre gefahren wurde, sieht nicht aus wie neu. Das weiß auch der Leasinggeber. Wo genau die Grenze liegt, regelt Ihr Vertrag, oft mit Beispielen oder einem Katalog. Bringen Sie ihn zum Termin mit, dann prüfe ich gegen das, was bei Ihnen tatsächlich gilt.

Als Faustregel: Gebrauchsspuren, die beim normalen Fahren entstehen, sind meist abgedeckt. Was auf einen Anstoß, einen Unfall oder unsachgemäße Behandlung zurückgeht, meist nicht.

Bei der Rückgabe

Seien Sie dabei, wenn das Auto geprüft wird. Lesen Sie das Protokoll, bevor Sie unterschreiben, und notieren Sie Abweichungen direkt darauf. Mein Bericht mit Fotos vom Tag vorher ist dann Ihre eigene Grundlage, falls später eine Rechnung kommt, die nicht zum Zustand passt.

Häufige Fragen

Was gilt als normale Abnutzung?

Das hängt von Ihrem Vertrag, vom Alter und von der Laufleistung ab. Leichte Gebrauchsspuren wie feine Kratzer an Türgriffen oder vereinzelte Steinschläge vorn gelten meist als normal. Dellen, Risse in Scheiben, Brandlöcher oder beschädigte Felgen meist nicht. Im Bericht ordne ich jede Stelle ein.

Lohnt sich das bei einem gepflegten Auto?

Gerade dann. Sie haben einen belegten Zustand in der Hand, falls nach der Rückgabe doch eine Rechnung kommt. Und oft stellt sich heraus, dass zwei, drei Kleinigkeiten günstiger vorher repariert werden als nachher bezahlt.

Was mache ich, wenn nach der Rückgabe eine hohe Nachforderung kommt?

Erst einmal nicht zahlen, sondern das Gutachten des Leasinggebers mit meinem Zustandsbericht vergleichen. Viele Leasingverträge regeln, wie bei Streit über den Zustand vorzugehen ist. Schauen Sie in Ihren Vertrag, und bei größeren Beträgen auch zu einem Anwalt.

Kann ich bei der Rückgabe dabei sein?

Ja, und das sollten Sie. Lassen Sie sich das Rückgabeprotokoll zeigen und unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht gesehen haben. Mein Zustandsbericht hilft, Punkt für Punkt zu vergleichen.

Schaden gehabt? Schicken Sie mir ein Foto.

Ich sage Ihnen, woran Sie sind, bevor irgendetwas beauftragt wird. Termin meist noch am selben oder am nächsten Tag.

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